Die drei Barackenlager in Elmschenhagen-Süd

von Uwe Fentsahm und Wilbert Voß

 

[Privatarchiv Wilbert Voß]

 


Das D.A.F. Gemeinschschaftslager Elmschenhagen Süd I

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      Die vermutlich 5 großen Baracken
      des Lagers Elmschenhagen Süd I
      befanden sich in der Nähe der Ziegelei,
      südöstlich der Kruppallee und
      südwestlich der Franzensbader Straße.

       [Diese Aufnahme zeigt die Situation 1941,
       Privatarchiv Wilbert Voß]

 


Das D.A.F. Gemeinschschaftslager Elmschenhagen Süd II und die Polizeibaracke Elmschenhagen

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Das Barackenlager Elmschenhagen Süd II (mit ursprünglich 8 größeren Baracken) befand sich östlich der heutigen Rüsterstraße und südlich der Egerstraße. Im Süden wurde das Lager von der (etwas nach Süden versetzten) Verlängerung des Jettkorn begrenzt. 6 Baracken waren in West-Ost-Richtung erbaut worden, darunter in der Mitte die größere Wirtschaftsbaracke. Im nördlichen Teil des Lagers befanden sich ehemals 2 Baracken, die in Nord-Süd-Richtung erbaut wurden. Darunter war auch die sogenannte Revierbaracke (Sanitätsbaracke), die allerdings bei einem Luftangriff zerstört wurde.

Auf der westlichen Seite der (heutigen) Rüsterstraße und südlich des Richtweges ist der Sportplatz (von Schwarz Weiß Elmschenhagen) zu erkennen. In der südwestlichen Ecke des Sportplatzgeländes wurde die Polizeibaracke Elmschenhagen errichtet, in der im Sommer 1944 viele Familien aus der Ukraine untergebracht wurden. Bei den Männern handelte es sich um sogenannte "ukrainische Schutzmänner", die sich (mehr oder weniger freiwillig) für eine Zusammenarbeit mit dem nationalsozialistischen Deutschen Reich entschieden hatten.

Am 24. Juli 1944 erfolgte der schwerwiegende Bombenangriff auf das Lager Elmschenhagen Süd II, bei dem 54 Frauen und Kinder aus der Ukraine sowie 9 ausländische Zwangsarbeiter ums Leben kamen. Die Letztgenannten haben direkt in einer der Lagerbaracken gewohnt. Die Frauen und Kinder aus der Ukraine wohnten in der Polizeibaracke, sie mussten bei einem Luftalarm quer über den Sportplatz laufen und im Splitterschutzgraben des Lagers Süd II Schutz suchen. Der Schutz, der ihnen geboten wurde, war nicht ausreichend. Sie kamen alle ums Leben und wurden 5 Tage später auf dem Friedhof Eichhof beerdigt.

 


Das Lager Elmschenhagen Süd III

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Die vermutlich 7 großen Baracken des Lagers Elmschenhagen III befanden sich zu beiden Seiten der Allgäuer Straße, nordwestlich der Starnberger Straße und südlich des Pfaffengrabens.

Hier war während der NS-Zeit das Marinehelferinnenlager Süd III untergebracht. Nach dem Kriegsende gab es eine Lagerschule und heute ist es der Standort der Theodor-Möller-Schule.

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© Uwe Fentsahm (Brügge) und Wilbert Voß (Schwentinental), Oktober 2026.


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